ASP Rechtsanwälte - Krefeld | Düsseldorf  

 


 

 

 

 

Scheidungskosten berechnen - Kostenrechner online

Das könnte Sie auch interessieren:

Achtung: Dieser Rechner basiert auf den bis zum 31.07.2013 geltenden Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren. Hier finden Sie den Scheidungskostenrechner mit den seit dem 01.08.2013 geltenden Gebühren.

Die Kosten einer Scheidung - wobei hiermit nur die Kosten des gerichtlichen Scheidungsverfahrens selbst gemeint sind - richten sich nach dem Einkommen und Vermögen der Ehegatten. Weiter unten finden Sie unseren Scheidungskostenrechner: Wenn Sie ihn füttern wollen, beachten Sie bitte die nachfolgenden Hinweise.

Nettoeinkommen

Bei der Ermittlung des Streitwerts für die Scheidung ist zuerst auf die Nettoeinkünfte der Ehegatten abzustellen. Das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen wird mit 3 multipliziert. Die Gerichte verlangen diesbezüglich erfahrungsgemäß keine Verdienstbescheinigungen, es gelten Ihre Angaben.

Beispiel: Herr Müller hat ein Nettoeinkommen von 2.000 EUR, seine Frau hat Einkünfte von 1.000 EUR. Das Gesamteinkommen der Ehegatten beläuft sich auf 3.000 EUR, multipliziert mit 3 ergibt das einen Streitwert in Höhe von 9.000 EUR.

Kindergeld

Kindergeld erhöht bei dem Ehegatten, der es bezieht, das Einkommen. Meistens fragen die Gerichte aber nicht danach.

Erziehungsgeld / Elterngeld

Erziehungs- bzw. Elterngeld werden bei der Streitwertfestsetzung einkommenserhöhend berücksichtigt.

Sozialhilfe / Hartz IV

Sozialleistungen wie Sozialhilfe oder Hartz IV sind bei der Festsetzung des Streitwerts nicht zu berücksichtigen. Wenn einer der Ehegatten oder beide nur solche Einkünfte beziehen, einfach das Einkommen des betroffenen Ehegatten auf 0 EUR setzen.

Vermögen

Vermögen der Ehegatten kann den Streitwert erhöhen. Allerdings fragen die Gerichte nur in den seltensten Fällen, ob Vermögen vorhanden ist - weshalb in den allermeisten Fällen das Vermögen auch nicht streitwerterhöhend berücksichtigt wird. Wie sich das zu berücksichtigende Vermögen gegebenenfalls berechnet, darüber streiten die Juristen. Grundsätzlich gilt, dass von dem tatsächlich vorhandenen Vermögen (Aktivvermögen abzgl. Verbindlichkeiten) 5% bei der Festsetzung des Streitwerts zu berücksichtigen sind. Manche Gerichte räumen den Ehegatten Freibeträge ein, die sich zwischen 15.000 EUR je Ehegatte und 7.500 EUR je Kind bewegen. Hier gilt es, den Rechtsanwalt zu fragen.

Beispiel: Die Müllers haben ein Haus mit einem Wert von 200.000 EUR, das noch mit 120.000 EUR belastet ist. Dann bleibt ein Vermögen von 80.000 EUR über. Bei einem Freibetrag von 30.000 EUR wären also 5% von 50.000 EUR, also 2.500 EUR streitwerterhöhend zu berücksichtigen.

Verbindlichkeiten

Die meisten Gerichte berücksichtigen Zins- und Tilgungsleistungen für Ratenkredite einkommensmindernd. Tragen Sie bei unserem Kostenrechner zur Ermittlung der Kosten des Scheidungsverfahrens am besten bei dem Ehegatten, der die Ratenkredite bezahlt, das entsprechend verminderte Nettoeinkommen ein. Achtung: Aufwendungen zur Finanzierung von selbstgenutzten oder vermieteten Immobilien sind regelmäßig nicht zu berücksichtigen, bei vermieteten Immobilien nur insoweit, wie sie die Einnahmen übersteigen.

Kinder

Unterhaltsbedürftige Kinder, egal ob minderjährig oder volljährig, können den Streitwert vermindern. Die meisten Gerichte nehmen von dem Nettoeinkommen der Ehegatten einen Abschlag von 250 EUR je Kind vor.

Einvernehmliche Scheidung

Je nach Region nehmen die Gerichte einen Abschlag auf den Streitwert des Scheidungsverfahrens vor, wenn es sich um eine einvernehmliche Scheidung handelt, wenn also beide Ehegatten die Scheidung wollen. Dieser Abschlag beläuft sich - wenn er dann gewährt wird - auf ca. 25%. Wenn Sie diese Streitwertabsenkung berücksichtigen wollen, klicken Sie unten auf "Absenkung um 25%". Dadurch verringern sich die Scheidungskosten.

Streitwert Versorgungsausgleich

Zu berücksichtigen ist ferner, dass gemeinsam mit dem Scheidungsverfahren auch das Verfahren zur Durchführung des Versorgungsausgleichs durchzuführen ist. Wenn der Versorgungsausgleich nicht vor Einleitung des Scheidungsverfahrens wirksam ausgeschlossen ist, beläuft sich der Wert auf mindestens 1.000 EUR, kann aber auch höher sein. Dies richtet sich nach der Anzahl der vorhandenen Anrechte. Für jedes Anrecht erhöht sich der Wert des Versorgungsausgleichs um 10% des dreifachen monatlichen Nettoeinkommens der Ehegatten.

Haben beide zusammen ein monatliches Nettoeinkommen von 3.000 EUR und jeder hat nur Anrechte in der gesetzlichen Rentenversicherung, ergibt sich ein Wert von 1.800 EUR (3.000 EUR * 3 = 9.000 EUR * 10% = 900 EUR * 2 Anrechte = 1.800 EUR). Haben beide auch eine betriebliche Altersvorsorge, erhöht sich der Wert für den Versorgungsausgleich auf 3.600 EUR. Hat der Ehemann noch eine Altersvorsorge, sind insgesamt 5 Anrechte auszugleichen, sodass sich ein Wert von 4.500 EUR ergibt.

Anwaltsgebühren und Gerichtskosten

Wenn der Streitwert ermittelt ist, errechnen sich daraus die Gerichtskosten und die Anwaltskosten. Mit der Einreichung des Scheidungsantrags bei Gericht werden zwei Gerichtsgebühren fällig, damit das Gericht das Scheidungsverfahren überhaupt einleitet - etwas anderes gilt nur dann, wenn für die Durchführung des Scheidungsverfahrens Verfahrenskostenhilfe beantragt wird: Dann entfällt bei Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe die Vorschusspflicht für die Gerichtskosten.

Bei jedem beteiligten Rechtsanwalt fallen für das gerichtliche Verfahren eine 1,3 Verfahrensgebühr und eine 1,2 Terminsgebühr an Die Höhe der Termins- und Verfahrensgebühr richtet sich nach der Höhe des vom Gericht festgesetzten Streitwerts. Außerdem erhält der Rechtsanwalt eine Auslagenpauschale und die gesetzliche Mehrwertsteuer.

Mit unserem "Online-Scheidungskostenrechner" können Sie die voraussichtlich entstehenden Scheidungskosten Ihres Scheidungsverfahrens abschätzen:

Der Online-Scheidungskostenrechner:

Monatliches Nettoeinkommen Ehemann
Monatliches Nettoeinkommen Ehefrau
zu berücksichtigendes Vermögen
(5% des tatsächlich vorhandenen Vermögens)
Anzahl unterhaltsberechtigter Kinder
Anzahl der Versorgungen
Wenn der Versorgungsausgleich ausgeschlossen wurde, geben Sie in das Feld eine Null ein. In allen anderen Fällen tragen Sie hier die Anzahl der vorhandenen Versorgungen beider Ehegatten ein.
Beispiele: Haben beispielsweise beide Ehegatten jeweils nur Anrechte in der gesetzlichen Rentenversicherung, tragen Sie eine 2 ein, hat einer der Ehegatten auch Anrechte aus einer betrieblichen Altersvorsorge, tragen Sie bitte eine 3 ein, existiert daneben noch bei beiden Ehegatten jeweils eine Riesterrente, tragen Sie bitte eine 5 ein.
Absenkung des Gegenstandswerts wegen einvernehmlicher Scheidung Keine Absenkung
Absenkung um 25%

Datenschutzmitteilung: Die von Ihnen eingegebenen Daten werden weder an uns übermittelt noch irgendwie gespeichert.


ASP Rechtsanwälte - Krefeld