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Wie formuliere ich mein Testament?

6 Schritte zum Testament!!!

1. Was vererben Sie?

Stellen Sie Ihr Vermögen und Ihre Verbindlichkeiten zusammen, d.h. fertigen Sie eine Liste an, die alle Vermögensgegenstände und Schulden enthält.

Vermögenswerte:

-Grundstücke (bebaut-unbebaut) / Eigentumswohnungen
-Anteile an geschlossenen und offenen Immobilienfonds
-Betriebe und Beteiligungen an Gesellschaften
-Aktien und sonstige Wertpapiere
-Guthaben auf Konten
-Versicherungen
-Bausparverträge
-Gegenstände, wie Kunstobjekte, Antiquitäten, Schmuck, Hausrat, Bücher, Musikinstrumente, Autos, Boote, und sonstiges
-Forderungen, z. B. aus Darlehen oder Rückgabe verliehener Gegenstände
-Sterbekassen

Schulden:

-Verbindlichkeiten auf Girokonten
-langfristige Bankschulden
-Verbindlichkeiten aus Kaufverträgen
-Rückständige Prämien aus Versicherungsverträgen
-Mietschulden
-Steuerschulden
-sonstige Verbindlichkeiten

2. Wer sind Ihre gesetzlichen Erben?

Wer würde Ihr Vermögen ohne Errichtung eines Testamentes nach den gesetzlichen Vorschriften erhalten? Wollen Sie hiervon abweichend verfügen?

3. Wer hat einen Pflichtteilsanspruch?

Diese Übersicht brauchen Sie, um zu wissen, mit welchen Zahlungsansprüchen Ihre testamentarischen Erben belastet werden und welche Vorkehrungen Sie zur Sicherung Ihrer Erben treffen müssen, sei es durch Abschluss von Lebensversicherungen oder durch die Testamentsgestaltung selbst.

4. Können Sie testieren?

Prüfen Sie zunächst Ihre Testierfähigkeit. Anschließend kontrollieren Sie bitte, ob Sie durch frühere Testamente oder Erbverträge gebunden sind.

5. In welcher Form wollen Sie testieren?

Sie haben festgestellt, dass keine früheren Verfügungen vorliegen oder haben diese – rechtlich gültig – widerrufen. Nun müssen Sie entscheiden, in welcher Form Sie testieren wollen.

6. Wie soll der Inhalt des Testamentes gestaltet werden?

-Bestimmen Sie, wer Erbe werden soll.
-Treffen Sie klarte Teilungsanordnungen, wenn Sie mehrere zu Ihren Erben berufen wollen. Prüfen Sie, ob etwa zum Schutz vor schneller Versilberung die Auseinandersetzung eine Zeitlang ausgeschlossen werden soll oder die Anordnung einer Testamentsvollstreckung sinnvoll ist.
-Überlegen Sie, ob statt Erbeinsetzung die Aussetzung eines Vermächtnisses denselben Zweck erfüllt, ob und welche Anrechnung von Vorausempfängen oder Abgeltungen besonderer Leistungen erfolgen sollen.
-Prüfen Sie, ob Sie alle Versorgungsprobleme bedacht haben und überlegen sie, wie Sie es mit der Wiederverheiratungsklausel halten wollen.
-Treffen Sie Regelungen für den Fall, dass Ihr eingesetzter Erbe wegfällt. Bestimmen Sie also einen Ersatzerben.
-Überlegen Sie, ob Sie Ihre Erben mit Auflagen, etwa in Bezug auf die Grabpflege oder auf Spenden, belasten wollen.
-Wollen Sie und Ihr Ehepartner sich gegenseitig zu Erben einsetzen, dann müssen Sie gemeinsam entscheiden, ob Sie ein Berliner Testament errichten oder sich gegenseitig als Vorerben einsetzen wollen.
-Überprüfen Sie Ihren Entwurf hinsichtlich der steuerlichen Auswirkungen, denn bei jedem Erbfall fallen Erbschaftssteuern an. Durch geschickte Gestaltung kann hier Geld gespart werden.
-Lassen Sie den Entwurf von einer Rechtsanwältin/einem Rechtsanwalt prüfen, denn keine Anleitung kann eine Beratung, die auf individuelle Umstände eingeht, ersetzen.
 


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